„Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da, er bringt uns Wind, hei hussassa! Schüttelt ab die Blätter, bringt uns Regenwetter. Heia hussassa, der Herbst ist da!“ Kennst du dieses Herbstlied aus deiner Kindheit oder (wie ich) von den eigenen Kindern? Dieses Jahr hatten wir hier in Hamburg einen wunderschönen goldenen Oktober mit viel Sonnenschein und für die Jahreszeit sehr warme (zu warme?) Temperaturen. Nun ist hier allerdings typischer Herbst mit frischem Wetter, viel Wind und auch mal Regen. Ich bin zwar eher ein Sommertyp, aber auch in dieser Jahreszeit mache ich es mir schön und das Beste daraus. Ganz wichtig finde ich es auch, gut auf sich selber zu achten und für selbst zu sorgen. Inspiriert durch die Blogparade „Bye, bye Herbstblues!“ von Rosina Geltinger möchte ich dir in diesem Blogartikel meine fünf besten Selbstfürsorgetipps für verregnete Herbsttage zeigen.

Selbstfürsorgetipp Nr. 1: die heiße Tasse

Im Herbst beginnt für mich die Zeit für heiße Tassen. Das bedeutet: Ich mache mir ganz bewusst und achtsam ein heißes Getränk meiner Wahl. Entweder eine Latte macchiatto, einen Tee oder eine goldene Milch. Und dann setze ich mich mit dieser Tasse hin, nehme sie zwischen meine Hände (wenn sie nicht mehr knallheiß ist) und spüre in mich hinein. Wie fühlt sich die Wärme an, wie riecht mein Getränk, wie schmeckt der erste Schluck? Dadurch mache ich automatisch eine kleine Pause und komme zur Ruhe. Diese Zeit für mein Getränk nehme ich mir dann auch, denn danach kann ich gestärkt mit etwas beginnen oder weitermachen.

Selbstfürsorgetipp Nr. 2: Bewegung

Die kürzeren Tage, weniger Helligkeit, Kälte und Regen lösen bei mir ein Ruhebedürfnis aus. Am liebsten würde ich länger schlafen, viel auf dem Sofa herumliegen, mit den Kindern kuscheln und eigentlich am besten gar nichts machen. Das ist auch mal schön, aber auf Dauer nicht sehr hilfreich. Der Mensch ist ein Bewegungstier und Nichtstun senkt bei uns die allgemeine Stimmung. Daher achte ich auf regelmäßige Bewegung. Ich habe herausgefunden, dass etwas Sport am Morgen für mich die beste Wahl ist. Dafür stehe ich zwei bis drei Mal pro Woche 10 bis 45 Minuten früher auf – je nachdem, was ich tun will. Dann mache ich entweder noch im Schlafanzug ein bisschen Yoga oder werfe mich in die Sportklamotten und mache ein längeres Workout. Mein Kreislauf ist dann gut angekurbelt und ich starte besser gelaunt in den Tag.

Mutter mit Kind beim Sport

Sport geht auch mit Kind 😆

Selbstfürsorgetipp Nr. 3: Etappenlesen

Im Alltag mit Beruf, Selbstständigkeit nebenbei, zwei Kindern und Haushalt komme ich leider sehr selten zum Lesen. Aber wenn die Tage kürzer werden und das Wetter für Outdoor-Aktivitäten schlechter ist, dann schaffe ich es hin und wieder, in einem Buch zu lesen. Um tatsächlich ein ganzes Buch zu lesen, ist es nicht notwendig sich einen halben Tag dafür freizunehmen, um das Buch am Stück durchzulesen. Etappenlesen ist meine Lösung dafür. Nimm dir zum Beispiel jeden Abend 5–10 Minuten vor dem Schlafen gehen Zeit für ein gutes Buch. Stell dir einen Timer und lege das Buch danach wieder zur Seite.

Selbstfürsorgetipp Nr. 4: frische Luft

Ja, kalt und verregnet bedeutet nicht, auf frische Luft zu verzichten. Damit meine ich nicht, das Fenster zu öffnen und es nach drei Atemzügen wieder zu schließen. Mein Tipp ist: raus gehen und bewegen. Du kennst sicher den Spruch, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung gibt. Du kannst es auch so sehen, dass es im Grunde kein schlechtes Wetter, sondern nur verschiedene Arten von gutem Wetter gibt. Mit der passenden Bekleidung ist ein Spaziergang an der frischen Luft eine Wohltat – für Geist und Körper. Am schönsten ist das natürlich in der Natur, aber auch in der Stadt gibt es Parks oder die Runde um den Block. Achte darauf, dass du warm und trocken bleibst und dann raus mit dir! Wenn es schüttet und du durch den Regen läufst, ist es erfüllend zu wissen, dass du draußen bist und die anderen nicht 😉 Kinder sind da meist nicht so zimperlich und freuen sich über Pfützen, in die sie mit Anlauf reinspringen können (hierfür empfehle ich Gummistiefel und Regenhose). Wenn du danach noch Zeit und Lust hast, kannst du noch Tipp Nr. 1 oder Nr. 5 anwenden.

Kind in Pfütze

Regen kann auch Spaß machen.

Selbstfürsorgetipp Nr. 5: Wellness

Gönne dir etwas Wellness. Entweder gehst du dafür in die Sauna, in ein Spa oder zu einer Massage. Oder du machst dir zu Hause ein Wellness-Erlebnis. Wenn du eine Badewanne hast, dann lasse dir ein Bad mit einem Schaumbad oder einem guten ätherischen Öl ein. Stelle dir dazu ein paar Kerzen auf, vielleicht noch eine schöne Musik im Hintergrund und dann versinke in den Fluten und entspanne. Wenn du Kinder hast, sorge vorher dafür, dass sie dich dabei nicht stören. Keine Wanne? Wellness geht auch mit Dusche. Zum Beispiel vorher den Körper mit einer Bürste oder einem Massagehandschuh bürsten, unter der Dusche eine gute Duschseife verwenden und hinterher mit einem Öl oder Körperlotion eincremen. Anschließend kannst du dich noch im Bademantel gekuschelt aufs Sofa legen und mit geschlossenen Augen etwas nachspüren.

Mein persönliches Fazit

Als frisch gebackene Mutter war mein Fokus sehr stark auf meinem Baby. Das ist ganz natürlich. Allerdings vergessen viele Mütter in der heutigen, oft hektischen Zeit, sich bewusst auch etwas Zeit für sich zu nehmen und gut für sich selbst zu sorgen. Denn nur, wenn es dir als Mutter gut geht, kannst du auch gut für dein Kind/deine Kinder sorgen. Selbstfürsorge bedeutet für mich nicht, dass ich dafür extra in den Urlaub oder viel Geld ausgeben muss. Der entscheidende Faktor ist meiner Ansicht nach, sich Zeit zu nehmen, um etwas zu machen, was einem guttut. Und das am besten jeden Tag – selbst wenn es nur ein paar Minuten sind. Für die eine ist das eine Pause mit einem leckeren Getränk, für die andere vielleicht abtanzen zur Lieblingsmusik. Sorge für dich – du bist es wert!